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Segeln auf dem Atlantik
Törns durch die Inselwelt der Kanaren (Gran Canaria – Gomera - Teneriffa-La Palma)
Ein Hauch von Karibik. Gut, keine Korallenriffe, aber Musik und Lebensgefühl der Kanaren sind eher karibisch als festland-spanisch. Seit Christoph Columbus von hier zum amerikanischen Kontinent startete, haben sich vielfältige Verbindungen nach Südamerika entwickelt. Die günstigen Flugtarife (ab ca. 250 Euro) erlauben auch einmal einen 1wöchigen Ausstieg aus dem nordeuropäischen Winter-Schmuddelwetter. Die gleichmäßig milden Temperaturen machen diese wunderschönen Inseln besonders im Winter zu einem Traumrevier. Die Luft- und Wassertemperaturen liegen hier nur sehr selten unter 20 Grad. Da der Wind hier meistens sehr ordentlich bläst, sind die vergleichsweise großen Entfernungen zwischen den Inseln gut zu schaffen. Allerdings verlangen sie der Crew auch ein wenig Seefestigkeit ab. Ihnen wird aber ein Schiff (Foto oben) zur Seite gestellt, das aufgrund seiner sehr seefesten Konstruktion und Ausrüstung selbst härtesten Anforderungen sicher getrotzt hat. Das tiefe Mittelcockpit dieses Schiffes bietet auch bei stärkeren Winden ein sicheres und komfortables Segeln. Um den eindrucksvollen Landschaften der Inseln gerecht zu werden, empfehlen wir den TeilnehmerInnen Ausflüge in das Inland. Ausgangs- und Endhafen unserer Reisen ist Puerto de Mogan auf Gran Canaria (Foto oben), der schönste Hafenort der Insel. Der übliche Reiseverlauf führt uns nach einem Trainingstag zunächst nach Teneriffa. Hier steht eventuell ein Besuch des Pico del Teide, der mit 3718 Metern höchste Berg Spaniens, auf dem Plan der Crew. Weiter geht es nach Gomera mit dem in diesen Breiten einzigartigen Regenwald. San Sebastian (der Haupthafen der Insel) hat ein besonderes Flair. Kleinstädtisch aber auch sehr weltoffen, ein wenig touristisch, aber überwiegend kanarisch-spanisch. Außerdem sind hier die sehr schönen, sauberen Duschen nicht zu verachten und die Cocktails im "Kuba" lassen die Segeltage gemütlich ausklingen. Der folgende Seeschlag führt uns wieder nach Teneriffa. Besonders auf diesem Streckenabschnitt kreuzen häufig Wale und Delphine unseren Kurs. Allerdings veranstalten wir keine gezielten Whale-watching Touren, denn wir entfliehen nicht unseren Winterdepressionen, um anderen Lebewesen solche zu verschaffen. Über Teneriffas Süden segeln wir dann wieder zurück nach Gran Canaria. Bei den 14tägigen Reisen steuern wir zusätzlich noch die Insel La Palma an. Die Liegeplätze sind hier zwar nicht so toll, aber die Insel mit ihrer Caldera und einer sehr schönen Inselhauptstadt lassen den Liegeplatzstress lohnend erscheinen. Für die Zukunft ist hier eine Besserung in Aussicht. Seit Jahren geplant, haben nun die Bauarbeiten für eine neue Marina begonnen. Somit wird La Palma regelmäßig von uns angelaufen werden. Ein Event ist hier während des Weihnachtstörns auch immer das “Christmas Encounter”. Viele Großsegler und einige kleine Yachten treffen sich im Hafen von Santa Cruz. Ein nett gestaltetes Programm lässt uns ein Weihnachtsfest der besonderen Art erleben. So gilt es hier auch unseren Pokal zu verteidigen, den wir beim Dinghy-Wettrennen (Foto) gewonnen haben. Wenn Wind und Wetter mitspielen, laufen wir eventuell auch noch El Hiero an. Nur am Rande vom Tourismus betroffen, hat diese Insel ihren eigenen Reiz. Allerdings ist auch hier die Liegeplatz Situation sehr schwierig und wir mussten auch schon mal die Insel wieder verlassen, ohne angelegt zu haben. Insgesamt ist bei den 14tägigen Reisen mehr Zeit für Landgänge vorgesehen und es werden weitere Häfen der einzelnen Inseln angelaufen. Einzelne 1wöchige Reisen sind als Ausbildungstörns konzipiert. Hier kann - wenn die Voraussetzungen vorhanden sind (Sportbootführerschein See, wenn möglich schon abgeschlossene Theorieprüfung für den SKS, und einige Seemeilen Erfahrung) - auch die Praxisprüfung für den SportKüsten-Schifferschein (SKS) abgelegt werden. Auch ohne Prüfung sind diese Törns ein gutes Training für Newcomer und alte (See)hasen. SeglerInnen mit Segelscheinen können hier eine Art "Skippertraining" absolvieren. Dabei wird besonderen Wert auf Anlegemanöver und Anleitung der Crew gelegt.
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